Das Sonnenhaus

“Das Sonnenhaus kombiniert den Einsatz von Solarthermie, guter Wärmedämmung und einer Biomassenachheizung – eine Freude für jeden Häuslebauer und Sonnenfreund” (Prof.Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker)

In nur wenigen Jahrzehnten ist es der Menschheit gelungen, die in Millionen Jahren entstandenen fossilen Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas weitgehend zu verbrauchen. Ein Sonnenhaus erzeugt die Wärme für Heizung und Warmwasser zu 100 Prozent regenerativ – nur mit Sonne und Holz. Es gibt kein sparsameres und umweltfreundlicheres Heizkonzept als das Sonnenhaus.

Bewährt hat sich ein Energiemix aus rund zwei Drittel Sonne und einem Drittel Holz oder Pellets. Ein gut gedämmtes Einfamilienhaus mit 200 qm Wohnfläche kommt so mit zwei bis vier Raummetern (Ster) Brennholz über den ganzen Winter. Der Jahreswärmebedarf wird zu weit mehr als 50 Prozent durch die thermische Solaranlage gedeckt.

Das Konzept des Sonnenhauses beinhaltet eine offene Bauweise mit Glasflächen, die natürliches Licht und Wärme in die Räumlichkeiten holen. Sollte es dennoch nötig sein, genießen Sie an kühlen Tagen die beruhigende Wirkung eines Kaminfeuers, das nicht nur für Gemütlichkeit sorgt, sondern auch über den Wärmetauscher den Wasserspeicher nachheizt.

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Weitere Informationen über das Sonnenhaus finden Sie auf der Website des Sonnenhaus Instituts e.V. unter www.sonnenhaus-institut.de

Die vier Komponenten eines Sonnenhauses:

Bei einem gut funktionierenden Sonnenhaus kommt es auf die richtige Dimensionierung und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten an.

Sonnenkollektoren - Das Kraftwerk auf dem Dach

Um 60 bis 80% der benötigten Wärme für ein gut gedämmtes Einfamilienhaus solar zu erzeugen, ist ein Hochleistungs-Flachkollektor von 40 bis 60 m² in die Dachfläche eingebaut. Diese soll mindestens 40° nach Süden geneigt sein, dass vor allem im Winter gute Erträge erzielt werden können. Weitere Möglichkeiten für die Anbringung der Kollektoren sind z. B. Aufständerung auf Flachdach, senkrechte Montage an Südwänden, auf Nebengebäuden oder auch an Böschungen oder Zäunen.

Solarspeicher als Wärmebatterie

Ein großer, gut gedämmter Wassertank sorgt für den Ausgleich zwischen Energieangebot und Verbrauch, indem er Warmwasser für sonnenarme Tage über mehrere Tage bzw. Wochen zwischenspeichert. Bei Einfamilien-Sonnenhäusern mit einem solaren Deckungsgrad von 
ca. 70% ist ein Speichervolumen von 7000 bis ca. 12.000 ltr. erforderlich.

Nachheizung mit Biomasse - Stückholz oder Pellets

Die Nachheizung des Solarspeichers erfolgt umweltschonend und regenerativ – z.B. durch einen wohnraumbeheizten Holz-Kaminofen mit Wassereinsatz oder eine vollautomatische Pellets-Heizung. Durch den großen Wärmespeicher ist der zusätzliche Brennstoffbedarf sehr gering (ca. 2-4 Ster Holz/Jahr). Grundsätzlich kann aber jede Art der Wärmeerzeugung – Holzmodulkessel, Gas, Wärmepumpe oder Fernwärme – für die geringe Nachheizung genutzt werden.

Sonnenwand - Flächenheizung

Heizflächen in Wänden und Fußböden sorgen für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und ein behagliches Wohnklima. Die Flächenheizung gilt als die gesündeste Art der Raumheizung. Diese ist für jeden Raum einzeln und dem individuellen Wärmeempfinden entsprechend regelbar. So passt sich das Raumklima im Sonnenhaus den persönlichen Wohlfühltemperaturen seiner Bewohner optimal an. Durch die gute Wärmedämmung des Sonnenhauses reichen sehr niedrige Vorlauftemperaturen der Heizflächen aus.

Alle energetisch relevanten Komponenten fügen sich perfekt in die Architektur des Hauses ein. Trotzdem sind den individuellen Vorstellungen, wie das Eigenheim am Ende zu sein hat, keine Grenzen gesetzt. Wir entwerfen für Sie ein Traumhaus nach Ihren Wunschvorstellungen.

Die Lage des Grundstücks spielt natürlich eine wichtige Rolle, denn das Haus sollte idealerweise nach Süden ausgerichtet werden. Kleine Abweichungen nach Osten oder Westen sind natürlich möglich. Deshalb sollte im Vorhinein von unseren Experten die Bedingungen unter die Lupe genommen werden, damit Sie am Ende keine unliebsamen Überraschungen erleben.

Sind die baulichen Vorausetzungen geklärt, ist natürlich die Inanspruchnahme von Fördermitteln für Sie ein wichtiger finanzieller Aspekt, bei dem wir Ihnen fachkompetent weiterhelfen können. Für die  moderne, energiesparende Bauweise (Energie-Effizienzhaus55) und für die Sonnenkollektoren können Sie große Vorteile durch staatliche Förderung herausschlagen. Wir zeigen Ihnen wie.